
Aktuelle Lkw-Fahrer-Jobs im 2/2-System
Auf dieser Seite finden Sie Stellenangebote für Lkw-Fahrer der Klassen C und CE im 2/2-System. Bei diesem Arbeitsmodell folgt auf einen grundsätzlich zweiwöchigen Einsatz ein geplanter Freizeitblock von ebenfalls zwei Wochen.
Die genaue Umsetzung unterscheidet sich je nach Unternehmen. Einsatzbeginn, Fahrzeugübergabe, Wechselort, Reisezeiten, Touren und Vergütung ergeben sich aus der jeweiligen Stellenanzeige.
Was bedeutet das 2/2-System für Lkw-Fahrer?
Das 2/2-System beschreibt einen regelmäßigen Wechsel zwischen zwei Wochen Einsatz und zwei Wochen Freizeit. Einsatz- und Freizeitblock sind damit grundsätzlich gleich lang.
Ein möglicher Ablauf ist:
- Übernahme des Fahrzeugs am vereinbarten Standort
- Durchführung der geplanten Touren während des Einsatzblocks
- Rückkehr oder Fahrzeugübergabe nach dem zweiten Einsatzabschnitt
- anschließender zweiwöchiger Freizeitblock
- Beginn des nächsten Einsatzes laut Dienstplan
Die Bezeichnung 2/2 legt nicht automatisch fest, an welchen Kalendertagen die Blöcke beginnen und enden oder wie An- und Abreisetage eingeordnet werden.
Welche Bezeichnungen werden in deutschen Stellenanzeigen verwendet?
Typische Formulierungen sind:
- Lkw-Fahrer im 2/2-System
- CE-Fahrer im 2/2-System
- Berufskraftfahrer 2/2
- zwei Wochen arbeiten, zwei Wochen frei
- Lkw-Fahrer im Rotationssystem 2/2
- Fahrer im Turnus 2/2
- Lkw-Fahrer im Wechselsystem 2/2
- zwei Wochen Einsatz, zwei Wochen Freizeit
Die Schreibweisen 2/2-System und 2-2-System bezeichnen üblicherweise dasselbe Grundmodell.
Ist das 2/2-System ein gesetzlich festgelegtes Arbeitsmodell?
Nein. Die Bezeichnung 2/2 ist eine branchenübliche Beschreibung des Einsatzrhythmus und kein vollständig einheitlich definiertes Vertragsmodell.
Die konkrete Organisation ergibt sich unter anderem aus:
- Arbeitsvertrag
- Dienst- und Tourenplan
- betrieblicher Einsatzplanung
- vereinbartem Wechselort
- Regelungen zur Fahrzeugübergabe
- Organisation der An- und Abreise
- Vergütungs- und Urlaubsregelung
Vor der Bewerbung sollten daher nicht nur die Zahlen 2/2, sondern alle Bedingungen des Systems geprüft werden.
Sind im 2/2-System immer 14 volle Tage frei?
Das Grundmodell sieht einen zweiwöchigen Freizeitblock vor. Wie viele vollständig frei verfügbare Tage tatsächlich verbleiben, kann jedoch von Übergabe- und Reisezeiten abhängen.
Wichtige Fragen sind:
- Wann endet der letzte Arbeitstag?
- Wann beginnt der nächste Einsatz?
- Wo wird das Fahrzeug übergeben?
- Liegt die Anreise bereits innerhalb des Freizeitblocks?
- Wie wird der Übergabetag eingeordnet?
- Ist der Wechsel an feste Wochentage gebunden?
Der genaue Rhythmus sollte aus Stellenanzeige, Dienstplan oder Arbeitsvertrag hervorgehen.
Ist der Freizeitblock automatisch Urlaub?
Nein. Die planmäßige Freizeit zwischen zwei Einsatzblöcken ist nicht automatisch gesetzlicher Erholungsurlaub.
Vor Arbeitsbeginn sollte geklärt werden:
- wie Urlaub beantragt wird
- ob Urlaub zusätzlich zum 2/2-Rhythmus genommen wird
- wie Urlaubstage im Dienstplan berücksichtigt werden
- ob sich der nächste Einsatzblock durch Urlaub verschiebt
- wie Feiertage behandelt werden
Systemfreie Tage und Urlaub sollten vertraglich eindeutig voneinander getrennt sein.
Gelten im 2/2-System andere Lenk- und Ruhezeiten?
Nein. Auch während der zwei Einsatzwochen gelten alle individuellen Lenk-, Pausen-, Arbeits- und Ruhezeitvorschriften.
Das 2/2-System erlaubt insbesondere nicht:
- unbegrenzte tägliche Lenkzeiten
- Verzicht auf vorgeschriebene Fahrtunterbrechungen
- Arbeit ohne tägliche Ruhezeiten
- Verschiebung aller Erholungszeiten in den späteren Freizeitblock
- Fahren trotz fehlender Fahrtüchtigkeit
Jeder einzelne Einsatztag muss unabhängig vom Rotationsmodell ordnungsgemäß geplant und dokumentiert werden.
Wo verbringt der Fahrer seine Ruhezeiten?
Die Organisation hängt von Tourenart, Einsatzgebiet und Stellenangebot ab.
Möglich sind:
- tägliche Rückkehr zum Betriebshof
- Unterkunft in der Nähe des Arbeitsorts
- Übernachtungen außerhalb des Standorts während mehrtägiger Touren
- Nutzung einer geeigneten Schlafmöglichkeit im Fahrzeug, soweit für die jeweilige Ruhezeit zulässig
- Hotel- oder Pensionsübernachtungen bei bestimmten Einsätzen
Eine Stelle im 2/2-System bedeutet nicht automatisch, dass der Fahrer während des gesamten Einsatzblocks im Fahrzeug übernachtet.
Welche Touren werden im 2/2-System angeboten?
Das 2/2-System wird häufig im Fern- und Linienverkehr eingesetzt, kann aber auch mit regionalen Touren kombiniert werden.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- nationaler Fernverkehr
- internationaler Fernverkehr
- feste A-B-Linien
- Paket- und Stückgutverkehr
- Automobillogistik
- Kühltransport
- Planen- und Koffertransport
- BDF- und Wechselbrückenverkehr
- Containertransport
- Tank- und Silotransport
- regionaler Werks- oder Linienverkehr
Transportart, Fahrzeug und Auflieger werden in der konkreten Stellenanzeige beschrieben.
2/2-System im Fernverkehr
Im Fernverkehr kann der Fahrer während der zwei Einsatzwochen mehrtägige nationale oder internationale Touren übernehmen.
Mögliche Merkmale sind:
- mehrtägige Rundläufe
- wechselnde Lade- und Entladestellen
- Übernachtungen außerhalb des Betriebshofs
- feste oder wechselnde Fahrtgebiete
- regelmäßige Kommunikation mit der Disposition
- Fahrzeugübergabe am Ende des Einsatzblocks
Weitere Stellen finden Sie unter Lkw-Fahrer Jobs im Fernverkehr.
Gibt es das 2/2-System im Nahverkehr?
Ja. Auch Fahrer im Nah-, Werks- oder Pendelverkehr können in einem 2/2-Rhythmus eingesetzt werden.
Mögliche Arbeitsplätze sind:
- regionale Linien
- Werksverkehr
- Pendel- und Shuttleverkehr
- Containerverkehr
- Schichtbetrieb mit Fahrzeugwechsel
- regionaler Verteilerverkehr
Während des Einsatzblocks kann der Fahrer nach jeder Schicht zum Standort zurückkehren.
Weitere regionale Angebote finden Sie unter Lkw-Fahrer Jobs im Nahverkehr.
Gibt es im 2/2-System tägliche Rückkehr?
Bei ausgewählten Stellen ist eine tägliche Rückkehr während der beiden Einsatzwochen möglich.
Achten Sie in den Angeboten auf Angaben wie:
- Nahverkehr
- tägliche Rückkehr
- fester Betriebshof
- regionale Touren
- feste Tag- oder Nachtschicht
- keine Übernachtung im Fahrzeug
Bei Fernverkehrsstellen können dagegen mehrtägige Touren vorgesehen sein. Das 2/2-System allein gibt darüber keine Auskunft.
Gibt es im 2/2-System feste Touren?
Ja. Der Fahrer kann während der Einsatzwochen eine feste Linie, Stammtour oder einen regelmäßig wiederkehrenden Rundlauf übernehmen.
Mögliche Tourenmodelle sind:
- feste A-B-Linie
- Depotverkehr
- Begegnungsverkehr
- Werksshuttle
- regelmäßiger nationaler Rundlauf
- feste internationale Verbindung
Eine feste Tour garantiert jedoch weder feste Arbeitszeiten noch tägliche Rückkehr oder ein dauerhaft zugeteiltes Fahrzeug.
Welche Schichten sind möglich?
Das 2/2-System beschreibt die Länge der Einsatz- und Freizeitblöcke, nicht die täglichen Arbeitszeiten.
Während des Einsatzblocks sind möglich:
- Frühschicht
- Tagschicht
- Spätschicht
- Nachtschicht
- Wechselschicht
- feste Tag- oder Nachtlinie
- variable Startzeiten nach Tourenplan
Die konkrete Schichtregelung steht im jeweiligen Stellenangebot.
Ist Wochenendarbeit vorgesehen?
Innerhalb des Einsatzblocks können auch Samstags-, Sonntags- oder Feiertagseinsätze vorkommen. Sie sind jedoch nicht automatisch Bestandteil jeder 2/2-Stelle.
Die tatsächlichen Arbeitstage hängen ab von:
- Tourenplan
- Transportart
- Schichtmodell
- Kunden- und Produktionszeiten
- Beginn und Ende des Einsatzblocks
- betrieblichen Anforderungen
Prüfen Sie deshalb separat, an welchen Wochentagen gearbeitet wird.
Hat man im 2/2-System einen festen Lkw?
Nicht automatisch. Während des zweiwöchigen Freizeitblocks wird das Fahrzeug häufig von einem anderen Fahrer genutzt.
Mögliche Modelle sind:
- fest zugeteiltes Fahrzeug
- Fahrzeugteilung mit einem festen Wechselpartner
- wechselnde Fahrzeuge aus dem Fuhrpark
- feste Zugmaschine mit wechselnden Aufliegern
- Übernahme eines verfügbaren Fahrzeugs zu Beginn des Einsatzes
Die Fahrzeugregelung sollte direkt in der Stellenanzeige geprüft werden.
Wie funktioniert die Fahrzeugübergabe?
Bei einer Rotation sollte das Fahrzeug vollständig und nachvollziehbar an den nächsten Fahrer übergeben werden.
Zur Übergabe können gehören:
- Dokumentation sichtbarer Schäden
- Kontrolle von Reifen und Beleuchtung
- Meldung technischer Störungen
- Kilometerstand
- Tank- oder Ladezustand
- Fahrzeugpapiere und Schlüssel
- Tank-, Maut- oder Firmenkarten
- Bordausrüstung
- Sauberkeit des Führerhauses
- Informationen zu Auflieger und Transportdokumenten
Klare Übergaben sind besonders wichtig, wenn zwei Fahrer dasselbe Fahrzeug abwechselnd nutzen.
Wo findet der Fahrerwechsel statt?
Der vereinbarte Wechselort kann je nach Unternehmen unterschiedlich sein.
Mögliche Standorte sind:
- Firmenstandort
- Betriebshof
- Depot
- Logistikzentrum
- Produktionswerk
- regionaler Fahrzeugstandort
- anderer vereinbarter Übergabeplatz
Vor der Bewerbung sollte geklärt werden, ob der Wechsel regelmäßig am selben Standort stattfindet.
Wie werden An- und Abreise organisiert?
Reiseweg und Wechselort können die tatsächlich verfügbare Freizeit erheblich beeinflussen.
Mögliche Anreisemodelle sind:
- selbstständige Anreise
- Anreise mit dem eigenen Fahrzeug
- Fahrgemeinschaft
- betrieblicher Sammeltransport
- öffentliche Verkehrsmittel
- Fahrzeugübernahme an einem regionalen Depot
Prüfen Sie zusätzlich:
- wer die Reisekosten trägt
- ob Parkplätze vorhanden sind
- wann die Anreise erfolgen muss
- wie Reisezeiten eingeordnet werden
- ob vor Arbeitsbeginn eine Übernachtung notwendig ist
Gibt es eine Unterkunft während der Einsatzwochen?
Bei ausgewählten Stellen kann eine Unterkunft in der Nähe des Betriebshofs verfügbar sein.
Wichtige Angaben sind:
- Art der Unterkunft
- Einzel- oder Mehrbettzimmer
- Kosten und Nebenkosten
- Entfernung zum Betriebshof
- Organisation des Arbeitswegs
- Nutzung während des Freizeitblocks
- Möglichkeit, persönliche Gegenstände dort zu lassen
Weitere Angebote finden Sie unter Lkw-Fahrer Jobs mit Unterkunft.
Gibt es das 2/2-System ohne Be- und Entladung?
Ja. Linien-, Depot-, Container-, BDF- und Aufliegertauschverkehre können ohne körperliche Warenverladung durch den Fahrer angeboten werden.
Zu den verbleibenden Aufgaben können gehören:
- An- und Abkuppeln
- Auflieger- oder Wechselbrückentausch
- Positionierung an der Rampe
- Öffnen und Schließen des Aufbaus
- Kontrolle der Ladungssicherung
- Prüfung von Plomben
- Bearbeitung der Transportdokumente
Arbeitssystem und Ladetätigkeit müssen unabhängig voneinander geprüft werden.
Welche Fahrzeuge und Auflieger werden eingesetzt?
Je nach Angebot können Fahrer im 2/2-System unterschiedliche Fahrzeuge übernehmen.
- Sattelzug mit Planenauflieger
- Kofferauflieger
- Kühlauflieger
- Megatrailer
- BDF-Wechselbrückenzug
- Tandem- oder Gliederzug
- Containerchassis
- Kippauflieger
- Tankauflieger
- Siloauflieger
- andere Spezialfahrzeuge
Für spezialisierte Transporte können zusätzliche Kenntnisse oder Qualifikationen erforderlich sein.
Welche Führerscheinklasse wird benötigt?
Die erforderliche Fahrerlaubnis richtet sich nach dem eingesetzten Fahrzeug und nicht nach dem 2/2-System.
- Klasse C für schwere Solofahrzeuge ohne schweren Anhänger
- Klasse CE für Sattelzüge, Gliederzüge und schwere Anhängerzüge
Viele Stellen im Fern- und Linienverkehr richten sich an Fahrer der Klasse CE.
Aktuelle Positionen finden Sie unter Lkw-Fahrer Jobs der Klasse C und Lkw-Fahrer Jobs der Klasse CE.
Welche weiteren Voraussetzungen gelten?
Je nach Stellenangebot können erforderlich sein:
- gültige Fahrerkarte
- gültiger Fahrerqualifizierungsnachweis
- Erfahrung mit dem eingesetzten Fahrzeug
- Kenntnisse der Lenk- und Ruhezeiten
- Kenntnisse der Ladungssicherung
- Erfahrung mit einem bestimmten Aufliegertyp
- Deutsch- oder Englischkenntnisse
- ADR-Bescheinigung bei entsprechenden Transporten
- Bereitschaft zu Nacht- oder Wochenendarbeit
- selbstständige Arbeitsweise während des Einsatzblocks
Verbindlich sind ausschließlich die Anforderungen der jeweiligen Stellenanzeige.
Ist das 2/2-System für Berufseinsteiger geeignet?
Bei ausgewählten Stellen können auch Fahrer mit wenig Berufserfahrung berücksichtigt werden. Entscheidend sind Fahrzeug, Tour, erforderliche Selbstständigkeit und Umfang der Einarbeitung.
Vor der Bewerbung sollte geprüft werden:
- ob Berufseinsteiger ausdrücklich zugelassen sind
- wie lange die Einarbeitung dauert
- ob die ersten Touren begleitet werden
- welche Fahrzeugkombination eingesetzt wird
- ob feste oder wechselnde Touren vorgesehen sind
- wer während des Einsatzblocks erreichbar ist
Ein zweiwöchiger selbstständiger Fernverkehrseinsatz kann ohne ausreichende Fahrpraxis anspruchsvoll sein.
Gibt es eine Einarbeitung?
Bei ausgewählten Stellen kann vor dem ersten selbstständigen Einsatz eine betriebliche Einweisung vorgesehen sein.
Sie kann umfassen:
- Zugmaschine und Auflieger
- An- und Abkuppeln
- Touren und Kunden
- Ladungssicherung
- Transportdokumente
- Telematik und Fahrer-App
- Kommunikation mit der Disposition
- Fahrzeugübernahme und Übergabe
- Organisation des Fahrerwechsels
- Begleitung auf den ersten Touren
Umfang und Dauer richten sich nach dem konkreten Arbeitsplatz.
Welche Sprachkenntnisse werden benötigt?
Die Sprachanforderungen hängen von Touren, Kundenkontakt und betrieblicher Kommunikation ab.
Je nach Stelle sollte der Fahrer:
- Tourenanweisungen verstehen
- mit der Disposition kommunizieren
- sich an Lade- und Entladestellen anmelden
- technische Probleme melden
- Transportdokumente bearbeiten
- Fahrzeugübergaben dokumentieren
- Sicherheitsanweisungen befolgen
Bei ausgewählten Stellen können deutsche Grundkenntnisse oder Englisch ausreichen.
Weitere Angebote finden Sie unter Lkw-Fahrer Jobs mit geringen Deutschkenntnissen.
Wie setzt sich die Vergütung im 2/2-System zusammen?
Aus der Bezeichnung 2/2 lässt sich keine feste Vergütung ableiten. Die Auszahlung hängt von Stellenangebot, Arbeitsvertrag, Zahl der tatsächlichen Einsatztage, Touren und Lohnmodell ab.
Einfluss auf die Vergütung können haben:
- Grundvergütung
- Anzahl der tatsächlichen Arbeitstage
- Nah-, Linien- oder Fernverkehr
- nationale oder internationale Touren
- Tag-, Nacht- oder Wechselschicht
- Spesen und Erstattungen
- Sonntags- und Feiertagszuschläge
- Be- und Entladeaufgaben
- zusätzliche Qualifikationen
- Unterkunftskosten
- persönliche steuerliche Merkmale
Die Vergütung sollte immer zusammen mit Arbeitszeit, Freizeitblock und möglichen Kosten betrachtet werden.
Wird der zweiwöchige Freizeitblock bezahlt?
Ob und wie die arbeitsfreien Systemtage vergütet werden, richtet sich nach dem vereinbarten Lohnmodell.
Mögliche Modelle sind:
- festes Monatsgehalt
- Vergütung nach tatsächlichen Arbeitstagen
- Stundenlohn
- Grundlohn mit Zuschlägen
- systemabhängige Lohnberechnung
Vor der Bewerbung sollte geklärt werden:
- ob ein festes Monatsgehalt vereinbart wird
- wie arbeitsfreie Systemtage berücksichtigt werden
- wie Spesen und Zuschläge berechnet werden
- wie Urlaub und Krankheit abgerechnet werden
- ob Unterkunfts- oder Reisekosten entstehen
Welche Vorteile kann das 2/2-System haben?
Der gleichmäßige Wechsel zwischen Einsatz und Freizeit kann eine langfristige Planung erleichtern.
Mögliche Vorteile sind:
- längerer zusammenhängender Freizeitblock
- gleich lange Einsatz- und Freizeitphasen
- regelmäßig wiederkehrender Arbeitsrhythmus
- frühzeitig planbare freie Zeit
- Kombination mit festen Touren oder regionalen Schichten
- Möglichkeit, mehrere private Termine in einem Block zu planen
Ob diese Vorteile tatsächlich bestehen, hängt von Wechselort, Reisezeiten und betrieblicher Organisation ab.
Welche Herausforderungen gibt es?
Das 2/2-System bietet viel zusammenhängende Freizeit, bedeutet aber auch eine geringere Zahl jährlicher Einsatzblöcke als andere Modelle.
Mögliche Herausforderungen sind:
- zwei Wochen am Stück im Einsatz
- mehrtägige Touren und Übernachtungen außerhalb des Standorts
- Nacht- oder Wochenendarbeit
- wechselnde Kunden und Touren
- Anreise zum Fahrerwechsel
- Fahrzeugteilung mit einem Wechselpartner
- Unterkunft nur während des Einsatzblocks
- abweichende Vergütungsmodelle aufgrund der langen Freizeitphase
Das System sollte anhand des vollständigen Arbeits- und Vergütungsmodells beurteilt werden.
2/2 oder 2/1 – welches Modell passt besser?
Beide Systeme sehen grundsätzlich einen zweiwöchigen Einsatz vor. Der Unterschied liegt in der Länge des anschließenden Freizeitblocks.
| Merkmal | 2/2-System | 2/1-System |
|---|---|---|
| Einsatzblock | Grundsätzlich zwei Wochen | Grundsätzlich zwei Wochen |
| Freizeitblock | Grundsätzlich zwei Wochen | Grundsätzlich eine Woche |
| Rhythmus | Gleich lange Einsatz- und Freizeitphase | Häufigerer Wechsel mit kürzerer Freizeitphase |
| Vergütung | Abhängig von Stelle, Arbeitsvertrag und Lohnmodell | |
Stellen mit einem kürzeren Freizeitblock finden Sie unter Lkw-Fahrer Jobs im 2/1-System.
2/2 oder 3/1 – worin liegt der Unterschied?
Im 3/1-System ist der Einsatzblock länger und der Freizeitblock kürzer als im 2/2-System.
Das 2/2-System kann für Fahrer interessant sein, die:
- gleich lange Einsatz- und Freizeitblöcke bevorzugen
- zwei zusammenhängende freie Wochen einplanen möchten
- keine drei Wochen am Stück im Einsatz sein möchten
Das 3/1-System kann dagegen zu einer höheren Zahl an Einsatztagen führen. Passende Stellen finden Sie unter Lkw-Fahrer Jobs im 3/1-System.
Worauf sollte ich vor der Bewerbung achten?
Prüfen Sie nicht nur die Angabe 2/2, sondern den vollständigen Ablauf des Systems.
Wichtige Fragen sind:
- An welchem Tag beginnt und endet der Einsatz?
- Wie viele tatsächliche Arbeitstage sind vorgesehen?
- Wie viele vollständig freie Tage verbleiben?
- Wo findet der Fahrerwechsel statt?
- Wie werden Reise- und Übergabetage behandelt?
- Wer organisiert und bezahlt die Anreise?
- Gibt es einen festen Lkw?
- Welche Touren werden gefahren?
- Ist tägliche Rückkehr möglich?
- Sind Nacht-, Wochenend- oder Feiertagseinsätze vorgesehen?
- Gehören Be- und Entladetätigkeiten dazu?
- Wo werden die Ruhezeiten verbracht?
- Ist eine Unterkunft verfügbar?
- Wie wird der Freizeitblock vergütet?
- Wie werden Urlaub, Krankheit und Feiertage behandelt?
Wie bewerbe ich mich für einen Fahrerjob im 2/2-System?
Wählen Sie eine Stellenanzeige aus, deren Touren, Wechselort, Freizeitregelung und Vergütungsmodell zu Ihren Erwartungen passen.
Halten Sie möglichst folgende Angaben bereit:
- Vor- und Nachname
- Telefonnummer und E-Mail-Adresse
- Führerscheinklasse C oder CE
- Fahrerkarte und Fahrerqualifikation
- bisherige Berufserfahrung
- gefahrene Fahrzeuge und Auflieger
- Erfahrung im Nah- oder Fernverkehr
- bevorzugte Tourenart
- Bereitschaft zu Nacht- und Wochenendarbeit
- Sprachkenntnisse
- gewünschter Wechselort
- möglicher Eintrittstermin
Weitere Positionen finden Sie in der Übersicht aller aktuellen Stellenangebote für Fahrer.
Häufige Fragen zu Lkw-Fahrer-Jobs im 2/2-System
Was bedeutet das 2/2-System?
Auf einen grundsätzlich zweiwöchigen Einsatz folgt ein geplanter Freizeitblock von ebenfalls zwei Wochen.
Hat man immer 14 vollständig freie Tage?
Das hängt von Wechsel-, Übergabe- und Reisetagen ab. Beginn und Ende des Freizeitblocks sollten im Dienstplan eindeutig festgelegt sein.
Ist der Freizeitblock Urlaub?
Nein. Die planmäßigen freien Systemtage sind nicht automatisch gesetzlicher Erholungsurlaub.
Gelten im 2/2-System andere Lenkzeiten?
Nein. Alle Lenk-, Pausen-, Arbeits- und Ruhezeitvorschriften gelten unverändert.
Ist das 2/2-System nur im Fernverkehr möglich?
Nein. Auch Nah-, Werks-, Linien- und Schichtverkehre können in einem 2/2-Rhythmus organisiert werden.
Kehrt man während der Einsatzwochen täglich zurück?
Bei regionalen Stellen ist das möglich. Im Fernverkehr können mehrtägige Touren vorgesehen sein.
Hat man einen festen Lkw?
Nicht automatisch. Das Fahrzeug kann während des Freizeitblocks von einem anderen Fahrer genutzt werden.
Wo findet der Fahrerwechsel statt?
Möglich sind Firmenstandort, Betriebshof, Depot, Logistikzentrum oder ein anderer vereinbarter Übergabeplatz.
Wer bezahlt die Anreise?
Das hängt von der jeweiligen Stelle ab. Organisation und mögliche Kostenübernahme sollten vor Arbeitsbeginn geklärt werden.
Gibt es eine Unterkunft?
Bei ausgewählten Angeboten kann während des Einsatzblocks eine Unterkunft verfügbar sein.
Gibt es Stellen ohne Be- und Entladung?
Ja. Besonders Linien-, Container-, BDF- und Aufliegertauschverkehre können ohne körperlichen Warenumschlag angeboten werden.
Welche Führerscheinklasse wird benötigt?
Viele Stellen richten sich an Fahrer der Klasse CE. Einzelne regionale Angebote können für Fahrer der Klasse C ausgeschrieben sein.
Ist das 2/2-System für Berufseinsteiger geeignet?
Bei ausgewählten Stellen ja. Entscheidend sind Fahrzeug, Tour, Selbstständigkeit und Umfang der Einarbeitung.
Welche Sprachkenntnisse werden verlangt?
Je nach Stelle werden Deutschkenntnisse, Grundkenntnisse oder Englisch für die betriebliche Kommunikation benötigt.
Wird der Freizeitblock bezahlt?
Das hängt vom vereinbarten Lohnmodell ab. Möglich sind beispielsweise ein festes Monatsgehalt oder eine Vergütung nach Arbeitsstunden beziehungsweise Einsatztagen.
Was ist der Unterschied zum 2/1-System?
Im 2/1-System folgt auf zwei Einsatzwochen grundsätzlich nur eine Woche Freizeit.
Was ist der Unterschied zum 3/1-System?
Im 3/1-System dauert der Einsatzblock grundsätzlich drei Wochen und der anschließende Freizeitblock eine Woche.
Wo finde ich aktuelle Stellen im 2/2-System?
Die verfügbaren Stellenangebote finden Sie oberhalb dieses Kategorietextes. Öffnen Sie eine Anzeige, um Touren, Wechselort, Fahrzeug, Freizeitblock und Vergütung zu vergleichen.
Jetzt einen Lkw-Fahrer-Job im 2/2-System finden
Vergleichen Sie aktuelle Stellen für Lkw-Fahrer im 2/2-System und wählen Sie ein Angebot, dessen Einsatzdauer, Freizeitblock und Wechselbedingungen zu Ihrer gewünschten Arbeitsorganisation passen.
Alle verbindlichen Informationen zu Touren, Anreise, Fahrzeug, Unterkunft, Vergütung und Anforderungen finden Sie direkt in der jeweiligen Stellenanzeige.
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